Seelöwe

Seelöwe

Montag, 8. Februar 2016

Große Erleichterung oder nicht?

8.2.16
Heute morgen sind wir mal wieder früh raus, diesmal hatten wir sogar einen Wecker gestellt. Der klingelte um unmenschliche Zeit, 6.45 Uhr. Denn nur wer früh bei der Werkstatt ist, hat vielleicht Glück und bekommt noch einen Termin für den gleichen Tag. Nach kurzer Aufruhr, ich fand den Toilettenschlüssel nicht mehr und ohne diesem bekommen wir unsere Kaution nicht zurück, immer hin $30, machten wir uns auf den Weg zum ersten 4WD Mechaniker. Den Toilettenschüssel fanden wir übrigens, nachdem wir das halbe Auto auseinandergenommen und das Zelt noch mal ausgeklappt hatten, auf der Stoßstange… Wieso ich ihn dahin gelegt habt, fragt mich bitte nicht!
Wir erreichten also gegen 8.30 Uhr den Mechaniker und erfuhren, dass dieser erst am Mittwoch Zeit hätte sich das Auto anzugucken. Dies passte natürlich nicht in unseren Zeitplan. Gut, das es dort direkt um die Ecke noch einen 4WD Mechaniker gibt. Also selbes Spiel von vorne, unser Problem geschildert und gehofft sie hätten eher Zeit. Die Ernüchterung kam schnell, denn dieser Mechaniker hatte erst noch später einen Termin. Ich glaub wir taten ihm aber etwas leid und so konnte wir mit ihm vereinbaren, dass wir in der Mittagspause vorbei kommen und sie sich das Auto wenigstens mal angucken. Wann der Schaden dann behoben werden kann, war eine andere Sache. Wir schlugen also bei Mc Donalds und mit Einkaufen von Wasser, wir brauchen viel Wasser, denn heute um 11 Uhr waren es schon 43 Grad, die Zeit tot. Kurz vor 1 Uhr standen wir wieder bei dem Mechaniker auf dem Hof. Nach kurzem warten wurden wir dann in die Werkstatt mitgenommen. Carl stand noch auf der Hebebühne. Wir hatten schon richtig schiss, was die beiden Mechaniker uns jetzt sagen werden. Es ging darum, ob unsere Stoßdämpfer kaputt sind oder nicht. Sie wippten am Auto und zeigten uns den Teil der immer so knackt, wenn wir über Buckel fahren. Es war aber Gott sei Dank nur ein Teil des Stoßdämpfers, den man austauschen kann. Wir müssen nicht die ganzen Stoßdämpfer wechseln lassen. Dass hätte uns nämlich mal locker $1500-$2000 gekostet. Jetzt werden nur diese Teile ausgetauscht und es kostet uns gerade mal $150. Die Teile alleine kosten sogar nur $40, aber wir können es ja nicht selber einbauen. Wir bekamen sogar direkt noch für morgen früh einen Termin. Sehr schön, also nicht bis Donnerstag oder so warten. Sie waren dort wirklich sehr nett, haben sich Zeit gelassen und auch all unsere anderen Fragen beantwortet, es sich noch mal angeguckt und uns sogar alles genau am Auto erklärt. Und unsere Stoßdämpfer werden noch gute 4-5 Jahre halten =) 

Wir waren wirklich sehr erleichtert. Denn diese Reparatur hätte ein großes Loch in unsere Reisekasse gerissen. 

Jetzt stehen wir also wieder auf einem Campingplatz in Geraldton. Wir dachten uns, wir nehmen den Platz, der etwas näher an der Werkstatt liegt, da wir morgen um 8 Uhr da sein sollen. Im Internet stand, der Platz solle $33 kosten und mit Strom sein. Damit wären es nur $3 mehr als auf dem anderen und wir hätten Strom. Die erste Ernüchterung kam direkt beim Einchecken. Es kostet $38, die $33 zahlt man nur wenn man im Internet bucht. Auch der Platz ist überhaupt nicht so schön wieder der andere. Normalerweise gibt es in Australien fast immer ein Sonnensegel über der Poolarea, da die Sonne einfach viel zu stark hier ist. Hier jedoch nicht, also fiel schwimmen schon mal aus. Ist ja nur für eine Nacht und dann geht es vielleicht noch mal zurück zu dem vorherigen Platz oder noch etwas hoch. Das wissen wir noch nicht genau, denn für Mittwoch haben wir einen ganz besonderen Platz gebucht, aber darüber berichte ich dann, wenn wir da sind. 


Wir haben uns gerade noch den Sonnenuntergang hier am Strand angeguckt. Guckt einfach selbst!







Sonntag, 7. Februar 2016

Krank und noch mehr entspannen

6.+7.2.16
Die Nacht war nicht wirklich erholsam. Irgendwann gegen 2 Uhr bin ich mit Bauchschmerzen und Übelkeit aufgewacht und tingelte einige Male zur Toilette bis ich endlich wieder einschlafen konnte. Morgens wurde wir dann von der immensen Hitze in unserem Zelt um 8 Uhr geweckt. Es war nicht mehr zum aushalten, also mussten wir gezwungener Maßen aufstehen. Durch die Vorkommnisse in der Nacht fühlte ich mich doch sehr schlapp und auch Bauchkrämpfe plagten mich weiterhin. Fabi erfrische sich im Pool und ich machte noch ein Nickerchen auf einer Liege im Schatten. Gegen Mittag wechselten wir den Ort vom Pool zum Auto, denn jetzt hatten wir auch dort genügend Schatten, um dort zu sitzen. Wieder legte ich mich hin und schlief nochmals ein paar Stündchen. 

Auch am nächste Tag ging es mir noch nicht wirklich besser, auch wenn die Nacht ruhig war. Also verlängerten wir den Platz um eine weitere Nacht. Der Tag sah nicht viel anders aus, als der Tag zuvor. 

Wir schmiedeten nur noch mal Pläne für den nächsten Tag. Wir mussten nämlich noch mal was am Auto checken lassen, was uns doch ein paar Kopfschmerzen bereitete. Denn es hing auch ein bisschen damit zusammen, wie lange wir noch weiter reisen können. 

Freitag, 5. Februar 2016

Stürmische Nacht

5.2.16
Nach einer doch sehr stürmischen Nacht, machten wir uns am morgen früh auf den Weg. Uns hatten die Pinnacles so beeindruckt, dass wir noch mal hinwollten. Also sind wir erst noch mal eine Runde durch den Park gefahren, was uns ja dank des Passes nichts kostet. 


Dann hieß es wieder das Popöchen platt sitzen. 223km und 2,5h Fahrt lagen vor uns. Mit Musik und ein paar Späßen, verging die Zeit jedoch relativ schnell. Zuerst noch mal einkaufen und dann auf den Campingplatz. Wir hatten uns vorgenommen, erst mal etwas zu entspannen und uns die Dinge, die es hier anzugucken gibt, an einem anderen Tag anzugucken. Auf dem Platz haben wir direkt für zwei Tage eingecheckt. Nachdem alles aufgebaut war, ging es schnell an den Pool, denn es war heiß. Man konnte es nur im Schatten oder im Wasser aushalten. Und so verging der Tag ohne das wir was besonderes gemacht haben. 

Donnerstag, 4. Februar 2016

Wir verlassen Perth

4.2.16
Nachdem sich unsere Abfahrt ja um einen Tag verschoben hat, auf Grund der Windschutzscheibe, haben wir uns heute nach einem gemütlichen Frühstück endlich auf den Weg gemacht. Aber anstatt Perth direkt zu verlassen, sind wir erst mal nach Fremantle gefahren. Dort stehen ganz tolle alte Häuser und ein altes Gefängnis. Dieses Gefängnis stammt aus der Zeit der Besiedlung durch Strafgefangene und ist Fremantles auffälligstes Gebäude. Das fast 6ha große Gelände ist von 5m hohen Mauern umgeben. Die ersten Strafgefangenen waren selbst für den Bau des Gefängnisses verantwortlich. Der Stein, aus dem das Gefängnis gebaut wurde, stammt aus dem Hügel, auf dem das Gefängnis steht. Es war bis 1991 in Betrieb und hat, seit seiner Eröffnung 1855, 350000 Insassen besessen. Insgesamt wurden dort 43 Männer und Frauen hingerichtet. Die letzte Hinrichtung war 1964. Seit 2010 hat es sogar Welterbestatus. 



Dann ging es schon Richtung Norden für uns, mit einem kurzen Stop am Cottesloe Beach. Dort steht nämlich direkt am Strand ein schönes altes Gebäude und das wollten wir uns auch noch kurz angucken.


Wie gesagt es war nur ein kurzer Stop und wir saßen zügig wieder im Auto. Bevor wir jedoch die Zivilisation verlassen, wollten wir noch zwei kurze Einkaufsstops machen. Einmal im Reject Shop, dort bekommt man günstig Dinge aller Art. Süßigkeit, Drogerieartikel, Schreibwaren usw. Ich brauchte noch Shampoo und Duschgel und dort zahle ich für mein Shampoo nur $3 statt $7. Und Dan Murphy’s stand auf dem Plan. Ein Liquor Shop und dazu noch der mit den niedrigsten Preisen. Bevor alles wieder teuer wird, weil es rundherum nichts gibt, wollten wir noch Wein kaufen. Gesagt, getan und schon saßen wir endgültig im Auto auf unserem Weg nach Cervantes. 

Cervantes wird im Reiseführer als kleines Fischerdörfchen angepriesen. Wir wollten uns jedoch nicht das kleine Örtchen angucken, sondern den nahegelegenen National Park Nambung. In diesem National Park gibt es eine Wüste. Die Pinnacles Wüste. Keine gewöhnliche Wüste. Aus dem Wüstenboden ragen tausende von Kalksteinsäulen heraus. Diese Kalksteinsäulen sind Überreste zusammengedrückter und im Laufe der Jahrtausende erodierter Muschelschalen. 
Wir konnten mit dem Auto durchfahren und immer wieder aussteigen. Es war wirklich faszinierend, wie dort aus dem Boden einfach so tausende von Säulen herausragen. Einfach fantastisch, aber seht selbst.









Danach kehrten wir zu unserem Campingplatz zurück. Der war leider nicht wirklich schön, aber erfüllte seien Zweck. Normalerweise stehen wir ja gerne auf kostenlosen Plätzen, aber hier in der Gegend gibt es nicht wirklich welche die uns gefallen, denn wir hätten doch gerne eine Toilette. Wenigsten ein ganz klein bisschen „Luxus“. 


Ach, wir haben uns am Eingang des National Parks einen Holiday Park Pass gekauft, denn viele National Parks in Western Australia sind kostenpflichtig und kosten $12 pro Auto. Und da wir noch so einige ansteuern wollen bot dies sich an. Jetzt können wir 4 Wochen lang in alle National Parks fahren und brauchen nichts mehr bezahlen. Der Pass kostete $44, also für uns lohnt es sich auf jedenfall.